Tabelle
1. Kreisklasse Süd B
Spielzeit 2018/19

  Verein S P
1 SFS I 18 44
2 Westerhausen 18 42
3 Vehrte 16 38
4 Wimmer/Lintorf 16 36
5 Gesmold III 17 27
6 Bissendorf 17 25
7 Buer 18 24
8 Gesmold II 18 23
9 Bad Essen 15 20
10 Sultan Spor 15 18
11 Borgloh II 18 18
12 W´holzhausen II 18 18
13 Neuenkirchen II 16 15
14 Melle Türkspor 17 13
15 Wimmer/Lintorf 17 12
16 Wissingen II 18 9
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Beim tradionellen Grünkohlessen gab es ein Wiedersehen mit der 68er Meistermannschaft der Sportfreunde Schledehausen
Am Freitag abend trafen sich Mitglieder, Freunde und Gönner der Sportfreunde Schledehausen zum deftigen Grünkohlessen, bei dem es ein Wiedersehen mit allen "Altinternationalen" aus der Meistermannschaft von 1968 unter ihrem damaligen Trainer Josef Igelmann gab.

Wäre es der 31.Dezember gewesen, hätte wohl das Motte des Abends gelautet :

The same procedure as every year.

Der Doktor lässt es sich schmecken!
Doch es war nicht der 90ste Geburtstag einer alter Dame, die aus einer alten Tradition her mit ihren mittlerweile allesamt verstobenen Freunden ihren Ehrentag feiern wollte.
Das traditionelle Grünkohlessen war einmal wieder angerichtet mit deftigem Kassler und zahlreichen Mettwürstchen und in diesem Jahr hatte sich einmal wieder eine stattliche Besucherzahl angesagt.

Mehr als 110 Gäste fanden sich im Festsaal des Hotel zur Post ein, um zusammen einen wunderschönen von fussballerischen Anekdoten übersäten Abend zu verbringen. Auch der kurz zuvor einsetzende starke Schnellfall auf den Straßen von Schledehausen hielt die o.g. Gäste nicht von ihrem Kommen ab. Denn schließlich hatten die Sportfreunde Schledehausen um Präsident Prof. Dr. Gerald Timmer ihre legendäre I.Herren Meistermannschaft aus dem Jahre 1967/68um ihren damaligen Trainer Josef Igelmann eingeladen, die auch bis auf wenigen Ausnahmen allesamt mit Ehefrauen erschienen waren.

Präsident Timmer begrüßte alle Gäste des Grünkohlessens zu Beginn der Veranstaltung in einer kurzen Ansprache und ließ „das grüne Gewächs“ kurz daraufhin auftischen.
Und die Gäste darbten keinesfalls, was sicherlich an den Köstlichkeiten bzw. der Vielfalt des Grünkohlbuffets lag. Nach einem abschließenden „Absacker“ an den prall gefüllten Tischen, widmete sich Präsident Timmer wieder dem eigentlichen Höhepunkt der Veranstaltung, nämlich das Wiedersehen der Meistermannschaft von 1968.

Doch zuvor galt es noch eine Ehrung nachzuholen, die bereits schon zum 60-jährigen Vereinsjubiläum im Juni 2008 vollzogen sein sollte. Doch der Jubilar konnte an diesem besagten Tag leider nicht anwesend sein, um seine Ehrenurkunde und die goldene Vereinsnadel für 50 Jahre treue Mitgliedschaft aus den Händen von Prof. Dr. Gerald Timmer entgegen zu nehmen.
Dieser Jubilar war Wolfgang Denke , der ältere Bruder von unserem langjährigen Vereinspräsidenten Horst Denke und ebenfalls Mitglieder der besagten Meisterelf aus dem Jahre 1968, wo die Ausführungen von Vereinspräsident Timmer auch wieder ansetzten.

Vergrößerung anzeigen - Wird in einem neuen Fenster angezeigt.Wolfgang Denke erhält seine Auszeichnung für 50 Jahre Mitgliedschaft


Doch zunächst galt es noch einmal in Erinnerung zu rufen, durch welche prägenden Ereignisse die 60er Jahre gekennzeichnet wurden. Denn nur so war es manchem Gast erst ermöglicht, sich in die damaligen gesellschaftlichen Verhältnisse hineinzuversetzen, unter denen die Meisterelf von 1968 ihre fussballerischen Erfolge feierten.

Zunächst stand Anfang der 60er Jahre die sexuelle Aufklärung im Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens immer eng verbunden mit dem Namen eines Filmregisseurs Oswald Kolle, der die zur damaligen Zeit tabuisierte Aufklärung in seinen Filmen thematisierte.

Später kamen dann in der gesellschaftlichen Bildung die ersten Studentenproteste zur Geltung. Die deutsche Studentenbewegung der 1960er Jahre war eine vielschichtige politische Bewegung, die die "herrschenden Verhältnisse" in der Bundesrepublik der 1950er und 60er Jahre radikal kritisierte und bekämpfte.
Höhepunkt dieser gesellschaftlichen Bewegung war mutmaßliche Brandstiftung eines Frankfurter Kaufhauses im Jahr 1968, bei dem zahlreiche Menschen verletzt wurden.

Eng mit den Studentenprotesten einhergehend sind auch die Anfänge der damaligen Jugendbewegung zu nennen, die sicherlich auch mit den Geschehnissen um die amerikanische Stadt Woodstock verbunden sind.
Einige Gäste des Abends waren der Meinung, dass unser „Schimmmel“ (d.Red. I. Herrenbetreuer Frank Schimmelpfenning) wohl auch dabei gewesen sein muss.

Aus unserer damaligen Gemeindestruktur gab es über den Ärger mit unserem Nachbarort Wissingen zu berichten, die in der damaligen Zeit aus der Samtgemeinde austreten und selber eine Samtgemeinde Wissingen gründen wollten.

In der Fussballbundesliga wurde in der Saison 1967/68 sensationell der 1.FC Nürnberg Deutscher Fussballmeister, mit einem in ihrer Vereinsgeschichte einmaligen 7:3 Sieg gegen den Erzrivalen FC Bayern München. Auch wenn unser Dorfarzt Dr. Hans Quast an diesen Tag nie erinnert werden möchte. In der darauffolgenden Saison 1968/69 stieg dann der damalige Meister Nürnberg postwendend in die 2. Bundesliga ab und der FC Bayern München (um Spielergrößen wie Sepp Meier, Gerd Müller) fuhr in der besagten Spielzeit den ersten Meistertitel ihrer mittlerweile 21 Meisterschaften ein.

In unserer Fussballregion wurde der VFL Osnabrück erstmals Nordmeister der damaligen Regionalliga Nord.

Genau in dieser beschriebenen Fussballepoche wurde unsere überaus junge I. Herrenmannschaft (Durchschnittsalter ca. 21Jahre) mit ihren damaligen „älteren“ Leitwölfen um Manni Knappe und Werner Wächter Meister der 1.Kreisklasse Land Mitte-Melle.
Ein denkbar knapper Endspurt mit einem 1 Punkt Vorsprung vor dem VFR Voxtrup II war diesem Erfolg vorausgegangen und bescherte dem damaligen Trainer Josef Igelmann in seinem 1. Trainerjahr gleich den 1. Titel.

Sage und schreibe 98 Tore wurden in dieser Meistersaison von unseren „Mannen“ erzielt, wobei Manfred Gawlycyk mit 33 Treffern, gefolgt von Manni Knappe mit 24 Treffern und Friedhelm Liehr mit 22 Treffern dabei herausragten (interne Aufzeichnungen von Horst Denke machten diese Recherche möglich).




Vergrößerung anzeigen - Wird in einem neuen Fenster angezeigt. Wiedersehen mit der I.Herrenmeistermannschaft von 1968 (v. links: Hans Benkewitz, Manfred Gawlycyk, Werner Wächter, Horst Denke, Präsident Gerald Timmer, Wolfgang Fender, Friedhelm Liehr, Josef Igelmann, Manfred Knappe, Heiner Bullerdiek, Wolfgang Denke, Friedel Beckemeyer, 2. Kassenwart Tim Eurlings, Josef Heger, 1. Kassenwart Bodo Arndt



Mancher sogenannte "Bierstiefel" wurde in dieser Spielzeit nach Siegen mannschaftsintern vergossen. Zu einem Eklat war es dabei einmal in Schwarzwaldstüble in Schledehausen gekommen, als ein Bierstiefel in einem Trinkgelage zu Bruch ging und mit der damaligen Wirtin Zitta Leive ein heftiger Streit ausbrach und die Mannschaft ihre Feiern auf die Kneipe „Sonnenschein“ ausweitete.
Insgesamt gab es damals 6 Kneipen !!! in Schledehausen ( Hotel Bracksiek, Hotel zur Post, Sonnenschein, Rottmann´s Hof, Spinnrad und das besagte Schwarzwaldstüble, die allesamt von der Schledehauser Dorfbevölkerung stark frequentiert wurden.

Nun fragen sich viele, was diese so überaus talentierte Truppe an Erfolgsgeschichten in unserer Vereinschronik schrieb. Doch zunächst versuchten ein paar Spieler dieser Mannschaft ihr fussballerisches Glück in anderen Vereinen (Friedhelm Liehr – TuRa Melle, Wolfgang und Horst Denke – TSG Burg Gretesch).
Vergrößerung anzeigen - Wird in einem neuen Fenster angezeigt.Manne Gawlycyk skizziert nocheinmal den Weg seiner Fussballkariere
Doch ein Spieler verhalf unserem Verein durch seinen Wechsel in den Profifussball zu unverhofften Ruhm und Reichtum, denn der Transfer von Manfred Gawlycyk zum VFL Osnabrück brachte den Sportfreunde Schledehausen die damalige Ablösesumme von 2.500 DM ein.

Legendär war die Vertragsabwicklung auf dem Wohnzimmertisch beim damaligen Vizepräsidenten Jofef Heger.
Nach durch Verletzungen schwierigen Anfangsphase beim VFL gelang Manfred über die damaligen Regionalligamannschaften VFB und VFL Oldenburg zur überregionalen Ruhm. Nach seinen Oldenburger Jahren kehrte er nochmals kurz zum VFL Osnabrück zurück. Mitte der 80er Jahre fand Manfred dann den Weg zu seinem Stammverein SF Schledehausen als Spielertrainer zurück und gewann 1987 den Kreisligatitel und dem damit verbundenen Aufstieg in die Bezirksklasse.

Aber auch die anderen o.g. abwanderungswilligen Spieler kehrten nach ihren Jahren im Fussballexil schließlich zu ihrem Heimatverein zurück und sind noch immer bis zum heutigen Tage auf verschiedenste Weise mit den Sportfreunde Schledehausen verbunden und zeigen bis heute ihre Vereinstreue. Manfred „Der Bock“ Gawlycyk spielt nach einer kurzen passiven Phase heute noch immer aktiv in unserem Verein, nämlich als Libero und Spielertrainer der neu gegründeten III. Herrenmannschaft.

Alles in allem ein wirklich gelungener Fussball-/Grünkohlabend, an dem noch bei dem ein oder anderen Gläschen Bier über die schönen Jahre in den 60igern geplaudert und gelacht wurde.




Vergrößerung anzeigen - Wird in einem neuen Fenster angezeigt. Austausch der ehemaligen "Kämpfer" über die damalige Fussballzeit in den 60er Jahren (v. links: Friedel Beckemeyer, Josef Igelmann, Friedhelm Liehr und Manne Gawlycyk



Bei der abschließenden Tombolaverlosung mit attraktiven Preisen (Tankgutscheinen, legendären Schinkenbroten im Schwarzwaldstüble, einer Kaffeemaschine, zahlreichen Trainings- und Sportanzügen, Vereinsfanutensilien) zog unser Vereinsmitglied und Dorfschuster Reinhard Landwehr zusammen mit Thomas Quast den Hauptpreis (2 Sitzplatzkarten für das kommende UEFA-Cup Heimspiel des FC Schalke 04 gegen Manchester City am kommenden Donnerstag).
Vergrößerung anzeigen - Wird in einem neuen Fenster angezeigt.Reinhard Landwehr gewinnt einmal wieder Fussballeintrittskarten bei der Tombula
Bereits beim Grünkohlessen im Jahr 2005 gewann Reinhard ein scheinbar noch attraktiveren Preis ( Fussball-WM Karten in eben der genannten Schalker Fussballarena bei der Partie USA – Tschechien).
Mal schauen, was Reinhard beim nächsten Grünkohlessen noch so alles an Fussballkarten gewinnen wird?

Also liebe Mitglieder und Freunde der Sportfreude. Im nächsten Jahr seid ihr alle auch wieder bei unserem Grünkohlessen recht herzlich Willkommen.

Hier gehts zur Bildergalerie vom Grünkohlessen 2008
 

Wieland Arndt
erstellt am 25.11.2008

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